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Am Badesee in Lünen-Horstmar

Samstagnachmittag. Das Wetter lud mit 21°C nicht wirklich zum Baden im See ein, dennoch machten wir, die da waren: Heinz, Ralf nebst Sabiene, Dennis mit Kerstin, Thorsten (den meisten wohl eher bekannt als "Marki") und ich, uns auf zum Badesee in Lünen Horstmar! Im Gepäck durften natürlich nicht fehlen: Grill, reichlich Bratwurst, Salate und Grillfleisch, kühles Bier und andere Getränke, sowie der "Gartenpavillon" gegen den doch recht frischen Wind.

Zunächst stand der Aufbau des Pavillons an... Für Geübte kein Aufwand, für Leute wie mich, die zwei linke Hände besitzen, eine Tagesaufgabe. Dem Helfen konnten Thorsten und ich aber geschickt aus dem Weg gehen, indem wir uns zurück zum Parkplatz verkrümelten. Thorsten musste sich für unseren Plansch-Nachmittag ja noch umziehen, da seine Motorradkombi nicht wirklich etwas "fürs Auge" bot... Wie schön, dass der Pavillon schon stand, als wir (nun im Partnerlook) wieder am See ankamen! Hehe!!

Nun wurde erstmal gegrillt und gequasselt; Dennis und Kerstin trafen wir alle zum ersten mal, und Heinz war mir auch noch unbekannt. Thorsten und ich wagten auch zumindest schonmal den Kältetest (bis über die Knöchel in den See) und mussten feststellen, dass das Seewasser lange brauchte, um bis in die Cowboystiefel zu dringen.... Oh, ja... das Wasser war ziemlich kühl... Also erstmal wieder zurück zum Grill, wo Grillmeister Ralf unser "fürstliches" Mahl bereitete. (Wie bei jeder Grillparty hatten wir viel zuviel Fleisch. Oder zuwenig Gäste, wie man´s nimmt!)

Mit wohlgefülltem Magen und nach den "Verdauungszigarettchen" hielt es Thorsten und mich nicht weiter zurück. Der See brüllte regelrecht nach uns, zumal es noch hell und "warm" war, die Sonne jedoch schon nicht mehr so hoch stand. Das "Eintauchen" bis zur Gürtellinie fand dann auch recht lahm statt, da die Wassertemperatur nun wirklich sehr "erfrischend" war... Es half also alles nichts, die Jacken mussten her, denn windgeschützte Oberkörper helfen über so manchen "Frostanfall" hinweg... So, warm angezogen, wagten wir uns nun auch in die tieferen Regionen des Badesees und stellten beide fest, dass die Sohlen der Cowboystiefel auf dem schlammigen Grund gut rutschig waren... Zu unserer und auch zur Heiterkeit der Anderen! Aufs Schwimmen hatten wir aber beide keine rechte Lust, so marschierten wir neben dem gesamten Sandstrand im knöcheltiefen Wasser entlang, um den neugierigen Spaziergängern am See "etwas zu bieten". Erstaunte Blicke ernteten wir natürlich überall... Doch merkwürdig, wie viele Passanten die Gehwege verließen, um unserem nassen "Treiben" zuzusehen!!!

Ein Höhepunkt war, als Thorsten und ich Steine in den Stiefeln hatten. "Öööyyyy, ich hab nen Stein im Schuh! Warte mal..." Thorsten marschierte geradewegs zum Holzpodest, setze sich auf die Kante und entledigte sich seines rechten Stiefels, um den Störenfried loszuwerden. Die beiden jungen Mädels, die eine Bank des Podestes belagerten, schauten schon nicht schlecht, aber nach und nach füllte sich der Holzbau mit Neugierigen, so dass Ralf, der mit den anderen noch immer den Pavillon bevölkerte, schon beinahe "Eintritt" verlangen wollte... Bei meinen uralten Stiefeln, die ich vor Jahren schon gebraucht von einem Bekannten bekommen hatte, stellte sich heraus (nachdem Thorsten mir erfolgreich den Rechten vom Fuß gezerrt hatte), dass keine Steine darin waren, sich statt dessen aber die Innensohle auflöste... Och!

Da der Untergrund doch sehr sandig war (was erwarte ich am Sandstrand??), ging es, die Stiefel in den Pfötchen, wieder zurück in den See. Denn erstens wollten wir ja mit den Socken nicht noch mehr Sand in die Stiefel schaufeln und zweitens mussten die Dinger ja ausgespült werden. Im Sitzen klappte das besser, meinte Thorsten und nahm gemütlich im flachen Wasser Platz... Wer Thorsten schon mal live erlebt hat, kann verstehen, dass ich mich vor Lachen kaum auf den Beinen halten konnte, geschweige denn meinen Stiefel wieder anzuziehen vermochte! "Setz Dich doch! Ist doch umsonst!" kam dann auch als Vorschlag von ihm. Und recht hatte er! Unter Wasser kann man einen nassen Cowboystiefel problemlos anziehen!!! So, wieder beschuht, kehrten wir gemütlich zurück zu unseren Leutchen. Einige Jugendliche hatten schon die ganze Zeit auf der Wiese Fussball gespielt und immer wieder war der Ball im See gelandet. Nun hatten wir das Gefühl, da wir näher kamen, dass das Teil absichtlich immer weiter hinaus aufs Wasser geschossen wurde, frei nach dem Motto "könnt ihr uns mal den Ball rausgeben?" Da aber weder diese Frage kam und wir auch niemanden von der Erfahrung des wetlooks abhalten wollten, liefen wir natürlich geradewegs am Ball vorbei. Der Teeny am Ufer erntete auch nur ein "Tja, so´n Pech" von mir. Das wars. Wer von den Jungs den Ball herausholte, weiß ich nicht, denn ich habe nicht darauf geachtet...

Am Pavillon hörten wir von Ralf erstmal die Berichte über die ungläubigen Blicke und Reaktionen der Samstagnachmittagspaziergänger, die wir natürlich nicht beobachtet hatten, denn wir waren ja mit uns beschäftigt gewesen!! Im Wasser war das Rauchen etwas schwierig gewesen, so hatten Thorsten und ich nach der Stunde "Planschen" erstmal etwas zu tun, um unsere elenden Raucherlungen wieder zu besänftigen (die ersten Glimmstengel hatte uns Ralf gebracht, damit wir nicht unnötig das knietiefe Wasser verlassen mussten). Natürlich um danach direkt wieder im See Platz zu nehmen....

Dann bekamen wir noch Besuch: die Polizei, dein Freund und Helfer... Sie klärten auf, dass das Grillen am See verboten sei (seit wann das??? Die Stadt Lünen hatte doch Grillplätze eingerichtet! Na, wenn das kein Vorwand war, um Thorsten und mich näher betrachten zu können, die wir noch immer im knietiefen Wasser standen). Fragten nach, ob der Pavillon als Zelt dienen sollte (Zelten ist dort wirklich verboten!), waren zufrieden, dass das Teil nur als Windschutz diente und konnten beruhigt den Ort des Geschehens verlassen... Aber nicht, ohne bei der Wendung des Streifenwagens einen kurzen Stop einzulegen, um Thorsten und mich gründlichst anzustarren. Wir lächelten und grüßten freundlich, dann zogen sie von dannen. Übrigens ohne den Gruß zu erwidern... Sowas!

Nun gesellten sich auch die Anderen zu uns in den See, aber eher vorsichtig, da sich die Sonne mittlerweile doch schon fast verabschiedet hatte und die Dämmerung hereinbrach, was der Wassertemperatur nicht gerade zuträglich war. Sabiene und Dennis wagten dann aber doch das komplette Eintauchen, während Heinz und Ralf sich mit der "Gürtellinie" zufrieden gaben. Die Unterhaltung wurde trotz der kühlen Temperaturen noch bis zur völligen Dunkelheit im See fortgesetzt. Ralf und Sabiene gaben so einige heitere Geschichtchen von der NdN im April zum besten. Kerstin, Dennis und ich kannten dieses Event ja noch nicht und wir alle amüsierten uns köstlich!

Kerstin, die bisher noch nicht über wetlook-Erfahrungen verfügt, konnten wir auch hier nicht überreden, uns im See Gesellschaft zu leisten. Auch ihrem Dennis folgte sie nicht. Auch, wenn er erst recht spät den See aufgesucht hatte, so war Dennis zu guter letzt derjenige, der am weitesten herausschwamm und wir dachten schon, er käme überhaupt nicht mehr aus dem Wasser!

Die Grillglut erwies uns dann auch noch gute Dienste, da wir uns zumindest etwas daran wärmen (oder auch das eisgekühlte Bier auf angenehme Temperatur bringen) konnten.

Der Aufbruch ins Warme erfolgte dann gegen 22:00 Uhr. Es war ein sehr schöner, lustiger Nachmittag/Abend gewesen! Diese Aktion werden wir in Zukunft auch noch oft wiederholen!!!

Vielleicht gesellen sich ja auch noch mehrere Wetlooker dazu, das wäre schön!

 

 

(c) Radöli